Fazit und Auswertung
Mit dem Rennverlauf und dem Ergebnis bin ich hochzufrieden. 11:51:15 Stunden
- 1:36:14 Std. für das Schwimmen, 6:08:05 Std. für das Radfahren
einschließlich zwei Wechselzeiten (Netto-Radzeit = 5:54:54 Std.) und
4:06:56 Std. für das Laufen bedeuten Platz 1519 bei 2700 TeilnehmerInnen.
Durch die BZ-Kontrollen habe ich bestimmt eine Viertelstunde Zeit verloren.
Dies abgerechnet, eine deutliche Verbesserung beim Schwimmen und eine weitere
Leistungssteigerung beim Laufen, müßte im nächsten Jahr eine Zeit unter 11:30 Stunden
möglich sein. Und wieder dabeisein will ich auf jeden Fall.
Die Besprechung des BZ-Profils und der Ernährung mit meinem Arzt hat mich
zu folgenden Schlußfolgen geführt:
- Während des sechsstündigen Radfahrens habe ich insgesamt 26 BE
(= 4,3 BE/Std.) zu mir genommen und hatte danach einen BZ von
263, lag also deutlich zu hoch. Für die Zukunft werde ich wohl mit 3 BE/Std.
auskommen.
- Den BZ von 263 habe ich nach der 30er-Regel zu Beginn des Marathonlaufs
auf 120 mg/dl korrigieren wollen. Da der BZ zu Beginn des Marathonlaufs
zu stark abgefallen ist, hätte wohl eine Korrektur auf einen Wert von
150 bis 200 ausgereicht, d.h. 2 statt 4 I.E. Humalog. Eventuell hätte
1 I.E. Basal ausgereicht.
- Um den BZ durch die stärkere Belastung beim Laufen anfangs nicht zu
stark abfallen zu lassen, ist es wohl sinnvoll, schon an den ersten Verpflegungsstellen
auf der Marathonstrecke Cola zu trinken.
- Die Hyperglykämie um Mitternacht resultierte aus dem Verzicht auf Insulinspritzen
nach dem Wettkampf. Die massive Kohlenhydrataufnahme ist zwar sinnvoll
und notwendig, um die Muskelglykogenvorräte wieder aufzufüllen. Bei einem
absoluten Insulinmangel klappt das jedoch nicht. Sinnvoll wäre es gewesen,
zur Nach-Wettkampfverpflegung 2 I.E. Basal zu spritzen.
Extremsport - nichts für Diabetiker? Doch, kann ich nur nochmals betonen.
Teil I: "Vorbereitung"
G. Sch.
(c) Dieser Text ist
durch das Urheberrecht geschützt
Ulrike Thurm, Chef-Redakteurin
des "Mellitus-Lauf" stellte uns diesen Artikel der Ausgabe März '98 freundlicherweise
zur Verfügung