
MEDTRONIC-Insulinpumpen ermöglichen bei Pädiatriepatienten (Kindern) mit Typ1 Diabetes deutlich bessere Blutzuckerkontrollen im Vergleich mit LANTUS®
Die erste randomisierte, prospektive Studie über Insulinpumpen im direkten Vergleich mit der Lantus®-Therapie bei Pädiatriepatienten kommt zu dem Ergebnis, dass die Pumpentherapie die wirksamere Behandlung zur Blutzuckerkontrolle ist.
Eine im Juli 2004 in der Zeitschrift Diabetes Care veröffentlichte Studie belegt, dass die Insulinpumpentherapie bei Kindern und Heranwachsenden mit Typ1 Diabetes die Blutzuckerwerte (Glukosewerte) wirksamer verbessert als eine Therapie mit mehrmals täglichen Injektionen des lang wirkenden Insulins Lantus®. Die bislang erste randomisierte 16-wöchige prospektive Studie mit 32 Patienten wurde von Wissenschaftlern der Yale School of Medicine durchgeführt. Die Studie ergab, dass bei Pädiatriepatienten, die Medtronic-Insulinpumpen benutzten, eine statistisch signifikante Verringerung der HbA1c-Werte (von 8,1% auf 7,2%) eintrat, während bei Patienten, die mehrmals täglich Injektionen mit Lantus durchführten, keine statistisch signifikante Veränderung gemessen wurde (von 8,2% auf 8,1%). Vor der Studie hatten alle Patienten mehrmals täglich Injektionen vorgenommen. Die HbAlc-Basiswerte wurden zu Beginn der Studie gemessen. Bei der Randomisierung erreichten nur zwei Patienten aus der Gruppe der Pumpenbenutzer und ein Patient aus der Lantus-Gruppe den HbA1c-Zielwert der American Diabetes Association von 7,0% oder weniger.
Am Ende der Studie erreichten 50% der Patienten mit Pumpe und nur 13% der Patienten mit mehrmaligen Lantus-Injektionen diesen Zielwert. Untersuchungen belegen, dass für jeden Prozentpunkt, um den sich der HbA1c-Wert verringert, das Risiko auf Augen-, Nieren- und Nervenerkrankungen um bis zu 40% abnimmt. Außerdem ist erwiesen, dass durch Senkung der HbA1c-Werte und durch Einstellung des Glukosespiegels auf einen nahezu normalen Wert das allgemeine Risiko auf Diabeteskomplikationen um bis zu 76% sinkt, was für Menschen mit Diabetes eine Verbesserung der Gesundheit und eine Erhöhung der Lebenserwartung bedeutet.
"Wir wissen schon lange, dass Insulinpumpen bei Erwachsenen und bei Kindern die Blutzuckerüberwachung verbessern. Jetzt zeigt eine maßgebliche Studie, dass sich durch Insulinpumpen bei jungen Menschen mit Diabetes der Blutzucker effektiver einstellen lässt als durch mehrfache tägliche Injektionen mit Lantus", so Elizabeth (Boland) Doyle, MSN, APRN, CDE, von der Yale School of Medicine. "Die Pumpentherapie erlaubt eine direktere und genauere Feinjustierung der Insulingaben, wie sie mit einer Injektionstherapie nicht erreicht werden kann. Wir sind überzeugt, dass dies der Hauptgrund ist, warum die Pumpentherapie bei Pädiatriepatienten so erfolgreich ist. Außerdem ermöglicht die Pumpe auch einen flexibleren Lebensstil und bedeutet damit eine große Erleichterung für Patienten mit Diabetes."Aus der Studie lassen sich noch weitere Vorteile der Pumpentherapie ableiten. So zeigte sich etwa, dass die Einstellungen der Basalrate (d.h. der voreingestellten, rund um die Uhr verabreichten Insulingabe), die jeder Patient individuell für sich anpassen kann, möglicherweise mit zu der besseren Blutzuckerkontrolle in der Gruppe der Pumpenbenutzer beigetragen hat. Des Weiteren erlaubte die in der Pumpe enthaltene Bolus-Verlauf`-Funktion den Wissenschaftlern, zuvor verabreichte Insulinerhöhungen zu verfolgen und zur Verbesserung der Blutzuckereinstellung die Insulingabe vor den Mahlzeiten gegebenenfalls zu verstärken. Die Wissenschaftler betonten, das derartige objektive Daten bei der multiplen täglichen Injektionstherapie nicht verfügbar sind. Ferner wurde festgestellt, dass bei der Lantusbehandlung noch immer eine große Zahl von Insulininjektionen nötig ist und insofern auch Therapieakzeptanzprobleme mit dafür verantwortlich sein können, dass in pädiatrischen Tests bei Patienten, die multiple tägliche Injektionen mit Lantus vornehmen, keine niedrigeren HbA 1 cWerte aufgetreten sind. Bei der Lantus-Behandlung sind normalerweise vier oder mehr Injektionen pro Tag nötig (bei dreitägiger Behandlung sind das mehr als zwölf Spritzen); bei Verwendung einer Insulinpumpe hingegen sind für die Insulingabe überhaupt keine Injektionen erforderlich. Nach Beendigung der Studie wechselten denn auch 75% der Patienten, die die Lantus-Therapie angewendet hatten, zur Insulinpumpe, während von den Patienten mit Pumpe 88% dieser Therapie treu blieben. Die Teilnehmer aus der Gruppe der Pumpentherapie verzeichneten auch eine signifikante Verringerung ihrer gesamten täglichen Insulindosis, wohingegen in der Lantus-Gruppe keine signifikante Abnahme erkennbar wurde.
Überschüssiges Insulin im Körper kann zu Hypoglykämie (Unterzuckerung) führen - ein großes Problem für viele Menschen mit Diabetes und für deren Angehörige. Wenn der Blutzucker unter einen bestimmten Wert sinkt, kann der Patient verwirrt und orientierungslos werden, das Bewusstsein verlieren oder einen Kollaps erleiden. In dieser Studie wurden bei Patienten, die Insulinpumpen verwendeten, 75% weniger Vorfälle von Hypoglykämie beobachtet. Andere Studien haben ähnliche Ergebnisse erbracht, nach denen bei einer Pumpentherapie schwere Hypoglykämien um bis zu 85% und mittlere bis leichte Hypoglykämien um bis zu 60% abnahmen im Vergleich mit Typ-1-Patienten, die mehrfach täglich Insulin spritzten.
"Diese Studie bestätigt, was wir und viele führende Mediziner schon seit Jahren wissen - nämlich, dass der ausschließliche Einsatz von schnell wirkendem Insulin, das so exakt und kontrolliert und nach Bedarf abgegeben wird, wie es nur eine Pumpe leisten kann, besser ist als multiple tägliche Injektionen mit Lantus", sagt Jeffery A. McCaulley, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer bei Medtronic Diabetes. "Übrigens sind die heutigen intelligenten Pumpen, die in der Studie noch nicht eingesetzt wurden, noch leistungsfähiger, weil sie das noch im Körper befindliche aktive Insulin mitberücksichtigen, bevor sie die Insulindosis berechnen, die dem Patienten hilft, den optimalen HbA1c-Wert zu erzielen und damit ein erfüllteres und gesünderes Leben zu führen. Dies sind nur einige der vielen neuen Entwicklungen bei Medtronic Diabetes."
Wegweisendes Programm und Medtronic-Insulinpumpen
Die Paradigm-Insulinpumpen sind Teil eines Produktprogramms, in das ständig neu entwickelte Funktionen integriert werden. In den Paradigm® 512 und 712 Insulinpumpen-Systemen finden sich modernste klinische Funktionen einschließlich eines Bolus Wizard®, d. h. eines Rechners, der komplizierteste Diabetes-Mathematik durchführt und eine Insulindosis errechnet, bei der die im Körper noch aktive Insulinmenge mitberücksichtigt wird. Unter den kommenden Entwicklungen befindet sich auch eine Sensor-unterstützte Pumpentherapie (FDA-Zulassung erforderlich), in der ein integriertes System aus Pumpe, Messgerät und Sensor EchtzeitBlutzuckerwerte und 24-Stunden-Kurven anzeigen soll. Eine Feasibility-Studie mit einem Prototypen wurde kürzlich abgeschlossen und eine umfangreichere Studie in mehreren Zentren soll noch in diesem Jahr stattfinden.Hämoglobin Alc
Diabetes-Patienten messen normalerweise ihren Blutzucker über einen Hämoglobin-Alc-Test (HbAlc), in der Regel über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten, an dem man den durchschnittlichen Blutzuckergehalt ablesen kann. Menschen ohne Diabetes haben normalerweise einen HbAlc-Wert unter 6,0%, während Menschen mit Diabetes versuchen, ihren HbAlc-Wert bei 7,0% oder noch darunter zu halten. Leider liegt allerdings bei etwa einem Drittel aller Amerikaner der HbAlc-Wert über 9,5%. Erhöhte HbAlc-Werte können zu ernsthaften Langzeitkomplikationen führen wie Blindheit, Nierenversagen, Amputation, Impotenz und Herzkrankheiten.Medtronic Diabetes (www.minimed.com) ist weltweit führend in der Insulinpumpentherapie und bei kontinuierlichen Glukoseüberwachungsverfahren. .............